Nein aus Liebe - Klare Eltern – starke Kinder

 Nein aus Liebe -  Klare Eltern – starke Kinder - © www.hlwhermagor.at

Geht`s den Großen gut, geht`s den Kindern gut“ – mit dieser Aussage stieg MagDr Karin Kaiser Rottensteiner in ihren nunmehr 3. Vortrag im Rahmen der Reihe „Dialog macht stark“ an der HLW Hermagor ein.

Was brauchen wir, damit es uns als ErzieherInnen gut geht, wir in unserer Kraft und bei unseren Werten bleiben können? Sich nicht verbiegen müssen und authentisch sein! Wissen, dass ein begründetes Nein aus Liebe den Kindern oft Klarheit schafft und der Gesamtsituation gut tut! Auf sein Inneres hören, dem trauenund bei Seinem bleiben!

Die Lebenssituation hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert; Informationsflut, riskante FreiheitenunendlicheWahlmöglichkeiten, belastete Partnerschaften und. .und..

Die Inputs haben sich in den letzten Jahren vervielfacht, dasTempo ist gestiegen.. Wir leben in einer Frühleistungsgesellschaft, die ihre Ansprüche auf die Kleinsten stellt. Der Begriff des Naturdefizitsyndroms wurde geprägt, der verdeutlicht, dass den Kindern die basalen Erfahrungen mit der Natur abzugehen beginnen. In dieser Welt des verstärkten Druckes wollen es die Familien betont gut miteinander haben, leben Zuwendung über Belohnen und einem oft alle überfordernden JA zu allem.

Ein Nein setzt Grenzen, ist vielleicht unangenehm, aber eine äußerst wichtige Erfahrung für die Kinder, ist in vielen Fällen die Umsetzung von Erziehungsverantwortung und lässt die Kinder das Realitätsprinzip erfahren. Kinder agieren nach dem Lustprinzip, wollen nimmer mehr, brauchen dem entgegengestellt das Realitätsprinzip und können begründete Ablehnung durchaus zugemutet bekommen: Wo kann ich gut JA sagen? Wo stimmt es für mich jetzt nicht?

Der systemischen Ordnung gemäß müssen Eltern als die Großen  handeln und lassen die Kinder die Kleinen sein; alle dürfen ihre Rollen wahrnehmen. Die Grundliebe muss stimmen, wir sollen unseren Kindern gegenüber echt sein und nicht anfangen, uns zu verbiegen.  Ein zuverlässiges Nein ist besser als ein unzuverlässiges JA.

Oft vermeiden Eltern das Nein aus Angst vor Beziehungsverlust. Hier ist es wichtig, die Begriffe unglücklich und frustriert zu unterscheiden. Menschen werden unglücklich, wenn seelische, körperliche Grundbedürfnisse  nicht gesättigt sind. Doch wenn Kinder mit ihrer Wurt nicht ans gewünschte Ziel kommen, ein Nein aushalten müssen und frustriert sind, lernen sie mit der Zeit Frustrationstoleranz ; auch neben einem Wutanfall geht das Leben weiter – für alle.

Der Hirnforscher Gerald Hüter sagt, dass Kinder zu viel von dem bekommen, was sie wollen und zu wenig von dem, wassie brauchen. Im Bereich des Materiellen gilt der alte Grundsatz: Weniger ist mehr! Wenn keine Wünsche mehr offen bleiben, kommen Menschen leicht in eine emotionale Schieflage. Schenken darf nicht mit Liebe verwechselt werden. Ein Zuviel macht die Kinder undankbar; Vorfreude kann sich nicht aufbauen. Auch kein Gefühl dafür, was etwaswert ist. 

Auch ist es einfach eine Tatsache, dass sich in den Familieneiniges finanziell nicht ausgehen kann; daraus entsteht oft ein unbegründetes Armutsbewusstsein (wir können uns das jetzt nicht leisten). Auch hier muss sich niemand verbiegen, soll zur Realität seiner finanziellen Situation stehen und schafft damit auch die Basis für ein gesundes Konsumbewusstsein.

 

Kinder sind in der Zwickmühle, dass sie einerseits klein und unselbständig gehalten werden, andererseits schneller groß werden (die Pubertät verlegt sich nach vor). Man kann den Kindern zumuten, dass sie alles, was sie tun können, auch tun dürfen, wie alleine in die Schule gehen, die HÜ machen… Eltern brauchen nicht zu nahe am Kind drankleben und ihmalles abnehmen

Es ist auch ein weit verbreiteter Irrtum, dass Eltern absolut am gleichen Strang ziehen müssen. In einer Partnerschaft lebenzwei individuelle Persönlichkeiten, die ihr Eigenes in die Erziehung einbringen, sich natürlich nicht in den Rücken fallen sollen, aber dazu stehen können, dass die Neins von Person zu Person manchmal verschieden ausschauen. Wir dürfen unseren inneren Bauplan akzeptieren und nicht aufrechnen, wer besser/schlechter ist!

Einige konkrete Tipps:

+Keine Diskussionen mit zornigen Kindern – erst warten, bis die Emotion heruntergefahren ist!

+Nicht 1000 Regeln, sondern wenige einhaltbare!

+Verwenden einer respektvollen Sprache (Der Türspalt für die Entwürdigung vergrößert sich rasch!)

So wenig Neins wie möglich!

+Keine langen Erklärungen- klare Sprache!

Zur Kontaktadresse:

IBB - Institut für Bildung und Beratung

Rudolfsbahngürtel 2/1 9020 Klagenfurt

Tel.: 
 
0650 6161 217

email: elternberatung@ibb-bildung-beratung.at

www.ibb-bildung-beratung.at

 

Literaturempfehlung: Jesper Juul: Nein aus Liebe

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Stunde Unterricht Pausen
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2. 8:35 - 9:25  
    15 Min.
3. 9:40 - 10:30  
4. 10:30 - 11:20  
    10 Min.
5. 11:30 - 12:20  
6. 12:20 - 13:10  
    35 Min.
7. 13:45 - 14:35  
8. 14:35 - 15:25  
9. 15:25 - 16:15  
10. 16:15 - 17:05  

 

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